28 Nov

Busy November: Das waren meine Highlights

Herbstliche Impressionen

Mei oh mei, könnte ich sagen, dieser November hatte es wirklich in sich. Soll heißen: Ich hatte eine Menge zu tun, und das ist auch gut so. Dazu zählen zahlreiche Blogbeiträge, die ich für IBM verfasst habe. Nun ja, hauptsächlich handelte es sich dabei um Videointerviews, zu denen ich die passenden Artikel gebaut habe. Sei es von der Powering the Cloud, die in Frankfurt stattfand, oder die Handvoll Videochats aus Dresden, die auf der Mainframe aktuell stattfanden. Dazwischen habe ich noch einem Livecast beigewohnt, der das Thema Linux auf IBM POWER betrachtete.

Aber auch bei meinem Namensvetter-Kunden passieren derzeit spannende Dinge. So ist Hülskötter & Partner gerade dabei, eine brandneue IT-Dienstleistung feilzubieten, mit denen Kanzleibesitzer ihre Serverinfrastruktur in ein hochsicheres Rechenzentrum verschieben können. Folge: Keine eigene IT-Administration mehr, weniger Sorgen um möglicher Serverausfälle, mehr Sicherheit, mehr alles. Dazu habe ich auch schon ein Menge gebloggt und die passende Pressemeldung geschrieben. Und demnächst werde ich wohl mit dem ein oder anderen Advozon Kanzlei-IT-Kunden ein Telefon- oder Videointerview führen. Genug Stoff also für die nächsten Wochen und Monate.

Darüber hinaus haben mich meine Truderinger Storage- und Serverfreunde in Sachen redaktionelle Unterstützung gut auf Trab gehalten. Soll heißen, dass ich eifrig dabei war, die geplanten Textbeiträge zu PC, Server und Co. entsprechend unterstützend online zu bringen. Und für den  November/Dezember sind drei große Schwerpunkte zu den Themen Desktop-PC, Midrange- und Highend-Server geplant. Sehr spannend.

Ein weiteres November-Highlight war zweifellos die Betreuung meines neuen Kunden TenAsys, und zwar in punkto PR und Marketing. Hierfür war ich an zwei Tagen auf der SPS IPC Drives in Nürnberg dabei, um einerseits mit Kollegen über das Thema Embedded Virtualisierung zu sprechen und andererseits mit Kunden und Partnern von TenAsys Videointerviews zu führen. Hat sehr viel Spaß gemacht und verlangt eindeutig nach mehr.

Und sonst? Damit mir nicht ganz langweilig wurde, habe ich meine, diese Webseite neu aufgesetzt, da fiese Hacker meine komplette WordPress-Installation “zerschossen” hatten. Eine gute Gelegenheit, ein paar alte und neue Artikel zu veröffentlichen und der Welt da draußen zu zeigen: Ja, mich gibt es noch. Daraus hat sich übrigens auf Facebook eine sehr schöne und hilfreiche Diskussion ergeben. Danke an Arlett nochmals für den Spitzen-Tipp mit der Wayback Machine.

Ach ja: Die CeBIT 2015 wirft auch bereits ihre ersten IBM-Schatten voraus. Es wird also bestimmt nicht öde.

21 Nov

Wie ich Ihnen helfen kann? Och, da gibt es so einiges…

Hightech Computing Blog

Immer, wenn ich mit neuen, potentiellen Kunden zusammensitze, lautet meist die erste Frage:

Womit können Sie uns denn helfen?

Meine Standardantwort drauf lautet: “Och, da gibt es so einiges…”.

Und in der Tat, wenn ich mir so meine Vita der letzten 30 Jahre anschaue, die ich mittlerweile in der IT-Branche und davon seit rund 15 Jahren Content produzierend unterwegs bin, habe ich schon so manches schöne Projekt gewuppt.

Ob das meine ersten Blogversuche Anfang 2006 noch unter dem Namen insight infonet unternommen habe oder der umfangreiche und rund drei Jahre währende Marketingsupport für die Firma ZyXEL oder das erste große Blog-Projekt für eine CPU-Firma namens Intel – stets ging – und geht – es um Inhalte. Und das am liebsten fundiert, journalistisch und/oder redaktionell aufbereitet und möglichst ohne das große Geschwurbel, das man leider viel zu oft auf Webseiten und Firmenblogs zu sehen bekommt.

Denn wie die Vergangenheit und Erfahrung zeigt, kann man auch unter der Flagge eines Herstellers oder Unternehmens Inhalte produzieren, ohne dass man von seinen Lesern Schwindel, Schleichwerbung oder ähnliche Garstigkeiten vorgeworfen bekommt. Wichtig ist nämlich vor allem eins: Die Inhalte müssen gut aufbereitet und vor allem glaubwürdig sein. Dann werden sie auch wahr und ernst genommen.

Aber zurück zur Einstiegsfrage: Was kann ich für Sie tun? Nun, da gibt es so einiges:

  • Sie würden gerne einen eigenen Blog ins digitale Leben rufen, wissen aber nicht wie? Rufen Sie mich an.
  • Sie besitzen schon einen Blog und schreiben selber gerne, würden sich aber gerne ein wenig dabei helfen lassen, und sei es nur zu Zwecken des Redigierens und des sprachlichen Glattstreichens? Sprechen Sie mich an.
  • Sie haben eine Webseite, die so steinalt ist, dass Sie schon gar nicht mehr wissen, wann diese live gegangen ist? Auch dabei kann ich Ihnen helfen. Im ersten Schritt beheben wir gemeinsam die technischen Mängel, anschließend sind die Inhalte dran.
  • Newsletter sind ja schön und wichtig, doch leider fehlt Ihnen die Muße oder die Zeit oder das Know-how (oder alles drei) dafür? Macht nichts, auch dabei kann ich Sie unterstützen. Und wenn dann noch ein Blog oder eine Webseite mit guten und nutzwertigen Inhalten existiert, umso besser. Und wenn nicht, ist das auch nicht so schlimm (siehe oben).
  • In Zeiten von Facebook & Co. kommen Sie um ein wenig (oder mehr) Social Media nicht ganz herum. Und sei es nur als unterstützende Maßnahme für Ihre wertvollen Inhalte. Sie wissen nicht, wie das geht? Ich schon. Und ich bewege mich auf Facebook, Twitter und Co. recht selbstverständlich. Damit machen wir Ihren Blog oder Ihre Webseite gleich mal bekannter.
  • Ohne eigenen Youtube-Kanal scheint man heutzutage nicht mehr “en vouge”. Daher können Sie mich auch auf Konferenzen oder ähnliche Veranstaltungen schicken, auf denen ich Videointerviews führe, die anschließend in kompakter Form auf Ihrem Blog oder Ihrer Webseite landen. Und das ist kostengünstiger, als Sie möglicherweise annehmen.

Zusammengefasst lässt sich also sagen:

INSTALL
Ich richte Ihren Blog nach Ihrem Gusto ein.
FILL
Ich fülle Ihren Blog mit wertvollen Inhalten.
SPREAD
Ich mache Ihren Blog via Facebook & Co. bekannt.
19 Nov

Was ich alles so zu bieten habe

Seit fast  12 Jahren biete ich ein inhalt-getriebenes Portfolio, aus dem sich meine Kunden in zahlreichen Projekten stets die Leistungen herausgesucht haben, die ihnen am ehesten entsprachen. Daher folgt an dieser Stelle eine Aufzählung all der Dinge, die ich besonders gut kann:

Entwurf und Imple­mentierung von Blogs

Ich implementiere Blogs bevorzugt mit dem kostenlosen CMS WordPress, das sich als eine Art De-facto Standard für Weblogs, aber auch Webseiten etabliert hat. Das Tolle an WordPress: Beiträge und Seiten lassen sich mühelos erstellen und pflegen, und es stehen zahlreiche Vorlagen (sogenannte Themes) zur Verfügung. Darüber hinaus lässt sich ein WordPress-basierter Blog dank vieler, vieler Plugins nahezu beliebig erweitern und verbessern.

Blogs unter Eigenregie mit Inhalten füllen

Sobald ein Blog erstmal fertig eingerichtet ist, geht es natürlich darum, ihn mit Leben, sprich mit Inhalten zu füllen. Auch diese Arbeit übernehme ich, und das mit großem Spaß und mit großer Leidenschaft. Denn nichts verschafft mir mehr Befriedigung als das Schreiben von Blogbeiträgen, die Leser überzeugen, unterhalten und bestmöglich informieren. Und das merkt man meinen Artikeln auch an.

Der große Vorteil für Sie: da ich mit großer Fachkompetenz ausgestattet bin, müssen Sie nicht jeden einzelnen Beitrag mit mir vorab besprechen. Das spart Zeit und Ihre Ressourcen. Ich nehme Ihnen quasi das Denken ab.

Social-Media-Marketing gehört immer dazu

FacebookTwitter & Co. zählen auch zu meinem Leistungsspektrum (Portfolio). Aber nicht zum reinen Selbstzweck, sondern stets in Kombination mit den Inhalten, die ich per Tweets und Facebook-Posts unter das Volk bringe. Denn eines ist immer klar: ohne eine gute Geschichte oder den passenden Content nützen auch die schönsten Fans nichts. Die ich auch akquiriere. Aber rein generisch, versteht sich.

Die Königsklasse: Videointerviews und mehr

Ohne gute Videoinhalte kommt man in Zeiten von YouTube & Co. nicht wirklich weit. Denn geht es um solche Dinge wie Conversion Rates und Lead-Generierung, stehen Videos in der Gunst vieler Anwender ganz weit oben. Daher kann ich auch Videos, zumindest für Videointerviews und solche Dinge. Und falls es mehr sein soll, drehe ich am liebsten mit Tom Papadhimas von Pages Media. Denn der kann das richtig gut!

13 Nov

Wer ist eigentlich dieser Michael Hülskötter?

Bloggen unter der Sonne von Kreta, das ist doch ein schöner Gedanke.

Bloggen unter der Sonne von Kreta, das ist doch ein schöner Gedanke.

Ich lebe in dieser oft überschätzten, leider völlig überteuerten und doch so sehr verehrten Hauptstadt Bayerns, die sich München nennt. Hier bin ich bereits seit über zwei Dritteln meines Lebens Zuhause, und das mit allem, was dazu gehört.

Ob das mein Studium der Informatik von 1990 bis 1995 ist, meine dreieinhalb Jahre bei Intel im Technischen Marketing, mein anschließender Sprung in die schreibende Zunft oder meine mittlerweile 12 Jahre der Selbstständigkeit (seit 2002) – immer hatte und habe ich das Gefühl, genau das Richtige zu machen. Und darauf kommt es schließlich an.

Mittlerweile lebe ich sehr gut vom Bloggen, das ich auch schon wieder seit 2006 praktiziere, und zwar mit zunehmend größerem Erfolg und immer noch mit derselben Passion wie vor acht Jahren, als ich dank eines lieben Freundes damit begonnen habe.

Seitdem blogge ich für zahlreiche namhafte Unternehmen. Genauer gesagt für Intel, Microsoft, Nokia, IBM und andere Firmen. Und das entweder auf einem dedizierten Blog oder meinem IT-techBlog, den ich immer wieder gerne für bestimmte Projekte zu Verfügung stelle.

Dazu kommt verstärkt der Einsatz von Videointerviews hinzu, die in Zeiten von Youtube & Co. immer wichtiger werden. So bin ich regelmäßig auf kleineren und größeren Events unterwegs, wo ich ausgewählten Interviewpartnern mit Kamera und Mikro auf die Pelle rücke und auf ein paar schlaue Fragen mindestens genauso intelligente Antworten bekomme.

Garniert wird das Ganze mit einer guten Portion Social Media, und fertig ist ein Content-Marketing-Mix, der sehr gut funktioniert.

13 Nov

Schön, dass Sie bei mir vorbei schauen

Michael HülskötterSchön, dass Sie auf meiner Internetpräsenz vorbei schauen. Hier finden Sie alle Antworten auf Ihre drängendsten Fragen:

  • Wie lange macht er das schon?

Diese und andere Fragen beantworte ich auf meinem Blog, Stück für Stück. Denn Sie werden gerade Zeuge eines einmaligen Experiments: Die dynamische Webseite.

Soll heißen: Jedes Mal (oder fast), wenn Sie in nächster Zeit auf meine Seite surfen, hat sich wieder etwas verändert. Glauben Sie nicht? Probieren Sie es einfach aus. Ich freue mich auf Sie.

24 Okt

Warum hier ein Konzertbericht Platz hat

Disclaimer: All denen,  die aus einem ersten Impuls heraus sagen “Nee, so ein Konzertbericht hat auf einer Content-Marketing-Seite nichts verloren!”, rufe ich fröhlich zu: “Doch, hat er! Denn genau darum geht es bei gutem Content Marketing: Story Telling.

Gestern Abend war es also endlich soweit: Auf meinem wirklich guten Platz (wenngleich mich ein quer herunterhängendes Kabel ein wenig ärgerte) wartete ich mit großer Vorfreude auf “Il Maestro”, um ihm und seinen gesungenen Geschichten für mehr als zweieinhalb Stunden lauschen zu dürfen. Und es war wie immer eine große Freude. Und wie immer hat es mich tief berührt, wie dieser kleine, alte Mann (und das sage ich mit allem mir gebotenen Respekt) sein Publikum in seinen Bann zieht. Ich zumindest habe alles um mich herum vergessen und war eins mit seinen Liedern und dem Barden auf der Bühne.

Wie er da so steht, nur mit seiner schönen Gitarre behängt, spürt man förmlich seine Vorfreude, die aus ihm strömt, und man nimmt es ihm ab. Ohne jeden Zweifel, selbst wenn man weiß, dass er seinen Job hochprofessionell betreibt. Und so schafft es Reinhard Mey auch an diesem 23. Oktober des Jahres 2014, mich und die anderen Anwesenden im Circus-Krone-Bau zu verzaubern, auf seine Reise mitzunehmen. Und das gelingt ihm so vortrefflich, dass man wirklich meint, ihn zu kennen, ein Bekannter oder gar guter Freund zu sein, dessen Geschichten man kennt und die man immer und immer wieder hören will.

Viele bekannte und einige unbekannte Lieder waren dabei, die ich alle gar nicht aufzählen will. Bis auf zwei, da sie mich sehr bewegt haben. Das war zum einen die Hommage an seine alte Freundin Annabelle, die er 1972 zum ersten Mal sehr scharfzüngig und auch ein wenig despektierlich besungen hat. Und die er bei einem fiktiven Motorradunfall 1998 wiedertrifft, um auf diesem das damals Gesagte ein wenig gutzumachen. Oder, um es mit “Il Maestro” zu sagen:

“Annabelle, diesmal machen wir zwei es richtig,
Ideologie ist diesmal nicht so wichtig!
Annabelle, wir hab‘n uns viel zu lang verkohlt.
Männer und Frau‘n passen vielleicht nicht zusammen,
Aber meine allerschönsten Schrammem
Habe ich mir in diesem Duell, Annabelle, bei dir geholt.”

Und dann war da noch “Dann mach’s gut”, dieses traurige, traurige Lied, das er für seinen verstorbenen Sohn Max geschrieben hat. In dem es um Heimkehren geht, um verpasste Chancen, um Sprachlosigkeit und diesen Wunsch, noch einmal alles genauso zu erleben, wie man es jahrelang als selbstverständlich hingenommen hat. Da saß ich in meinem Klappstuhl und habe dicke Tränen geweint ob dieses unvorstellbaren Verlusts, den Reinhard Mey erleiden musste.

Denn gerade ich als Vater kann zumindest erahnen, was es bedeuten muss, ein über alles geliebtes Kind zu verlieren. Und das hat mir wirklich die Kehle geschnürt. Und so endete das Lied, wie es nicht besser enden konnte: Mit verhaltenem Applaus und einem ins Dunkel getauchten Mey.

“Ich würde mich etwas strecken, er würde sich etwas bücken.
Wenn er auftauchte noch einmal vor mir aus der Dämmerung
Hielt ich ihn mit beiden Armen fest, meine kostbare Fracht
Und der rostige Strichacht würde für ihn noch einmal jung
Und trüg ihn heim wie eine Sänfte aus 1000 und 1 Nacht.
Ich wollte für immer warten vor der lausigen Bahnstation.”

Der Abend endete dann aber zum Glück bei voller Beleuchtung, da ich dann noch ein kleines Video drehen konnte: Ein ganzer Saal, der mit Reinhard Mey “Gute Nacht, Freunde” singt. Wunderschön und sehr emotional. Und so hoffe ich nur, dass es nicht das letzte Konzert von und mit “Il Maestro” war. Schließlich feiert dieser kleine, alte Mann am 21. Dezember seinen Geburtstag zum 72. Mal.

 

24 Sep

30 Jahre IT – und was ich in dieser Zeit alles erlebt habe

Im September 1983 – ich hatte gerade meine Berufsausbildung zum Hotelkaufmann erfolgreich absolviert – bekam ich die Gelegenheit, zum ersten Mal mit diesen großen Dingern genannt Computer in Berührung zu kommen. Und mit “großen Dingern” meine ich wirklich Großrechner, die sich VAX 11-780, VAX 11-785, etc. nannten.

Gebaut hat sie eine damals sehr erfolgreiche Firma namens Digital Equipment Corporation(DEC), und weil diese Maschinen komplexer und komplizierter waren als jeder aktuellen PC, verkaufte DEC seinen Kunden für viel Geld üppige Service-Verträge, die dazu beitragen sollten, dass es es der Firma noch besser ging. Und natürlich sollten sich die Kunden sicher sein, dass im Falle eines Ausfalls ein Service-Techniker nach dem Rechten sieht. Und genau für diese Jungs haben ich und meine Abteilung damals die Logistik betrieben. Das war mein Einstieg in die IT-Welt – vor ziemlich genau 30 Jahren.

Sinclair ZX81 (Quelle: Wikipedia)Zwei Jahre später landete ich wieder bei DEC, wieder in der Logistik, und in dieser Zeit intensivierten sich meine Begegnungen mit den Silizium-Geräten. Mit dabei: der Sinclair ZX 81, der DEC Robin und der DEC Rainbow.

Der ZX 81 hat mir zum ersten Mal gezeigt, was man mit einem Computer alles anstellen kann, der nicht einmal ein Speichermedium, geschweige denn ein Ausgabegerät wie einen Bildschirm vorzuweisen hatte. So kam es, dass ich mich 1986/87 mit der Programmiersprache BASICkonfrontiert sah, aber auch mit Kassettenrekordern als Speichergerät und Fernsehern als Ausgabemedium.

1988 kam dann die große Revolution, und mit ihr der DEC Robin, der Weihnachten meinen Bruder überraschte und uns einen ersten, richtigen PC bescherte.

Mit Doppel-Floppy-Laufwerk ausgestattet, erlaubte dieses Wunder der Technik erste Gehversuche in der Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Natürlich alles auf einem monochronenen Bildschirm (Typ Bernstein), mit 64 Kilobyte RAM und 5-Zoll-Disketten, die jede für sich 180 Kilobyte speichern konnte.

DEC Rainbow 100 (Quelle: Wikipedia)1989 wurde es dann futuristisch, denn der DEC Rainbow inklusive Farbbildschirm und 5-Megabyte-Festplatte erklomm meinen Schreibtisch. Der Monitor bot eine Auflösung von 800 x 240 Bildpunkten, damit war ich seinerzeit ganz weit vorne dran, und es gab nicht wenige, die mich um dieses PC-Ding beneideten, obwohl der Lüfter laut wie ein Flugzeug war. Alleine schon wegen Leisure Suit Larry in the Land of the Lounge Lizards.

1989 war dann auch das Jahr, das mein Leben entscheidend verändern sollte. Da ich bei DEC nämlich nicht näher an die Computer und MicroVAXen herankam, beschloss ich, noch einmal “etwas Vernünftiges” zu machen, und das sollte ein Diplom-Studium der Wirtschaftsinformatikzu sein.

Natürlich nicht ohne vorheriges Absolvieren meines Abiturs, das ich auf dem ersten Weg anno 1980 nicht erworben hatte. So wurde es 1990, bis ich das erste Mal die Heiligen Hallen der Fachhochschule München, Fachbereich Informatik betrat.

Drei Monate zuvor wurden meine Weichen allerdings schon maßgeblich gestellt, indem ich bei Intel und damit beim Technischen Marketing landete. Und in all den Jahren (also vor, während und nach des Studiums) lernte ich intensiv, wie sich ein komplexes Thema (Prozessoren) so darstellen lässt, damit es wirklich jeder (Messebesucher) versteht.

So fing ich also nach meinem Studium im Jahr 1995 bei Intel an, um dreieinhalb Jahre später noch einmal umzusatteln, und dieses Mal wohl für immer. Denn ich wand mich der Schreiberei zu (die mich schon so lange verfolgte), um sie endlich professionell zu betreiben.

Und das tat ich dann auch. Für das PC Magazin, für die Computer easy und ab 2002 ganz für mich alleine. Und das war die beste Entscheidung für mich, als die Geschäftsführung von Vogel Burda beschloss, dass mein Arbeitsplatz überflüssig sei. Denn dann konnte ich endlich das tun, was ich immer tun wollte: meinen eigenen Themen und Ideen nachgehen. Und von denen gab und gibt es immer genug.

Ob Online-Marketing für Intel (2002) oder Produktmarketing für ZyXEL (2003) oder zahlreiche Artikel für Mac & Co. (2005) oder Bloggen für ZDnet (2008) oder Intel (2008) oder Microsoft (2010) – stets hatte und habe ich immer noch Spaß an dem, was ich tue – schreiben über erklärungsbedürftige Produkte, damit diese auch wirklich von jedem und jeder verstanden werden. Und in Verbindung mit Social Media wird daraus eine explosive Mischung, die rockt!

12 Sep

Darauf sollte man aus inhaltlicher Sicht beim Bloggen achten

Wordpress-LogoErst kürzlich habe ich ausführlich darüber geschrieben, was man beim Bloggen alles falsch machen kann – und wie es richtig und besser geht.

Dabei spielten vor allem formale Aspekte eine Rolle wie „Warum auch das Redigieren von Blogbeiträgen wichtig ist“, aber auch „ Überschriften, die nicht auf den Punkt kommen„ und „Unverständliche Fachbegriffe“ waren mir eine Betrachtung wert.

Im heutigen Beitrag beschäftige ich mich mit inhaltlichen Fragen, die wie folgt lauten:

  • Wie komme ich an meine Themen heran?
  • Wie steige ich in einen Beitrag ein?
  • Was unterscheidet eine gute Überschrift von einer weniger guten?
  • Wie entstehen Texte, die gleichzeitig unterhalten und informieren?

Wie komme ich an meine Themen heran?

Eine oft gestellte Frage, deren Beantwortung nicht ganz trivial, also einfach ist. Eine gute, weil schnelle und allumfassende Quelle ist natürlich das Internet. Doch ist die Vielfalt so immens, dass die richtige Strategie darüber entscheidet, ob man die passenden Inhalte findet – oder nicht.

Ein erprobtes Mittel ist der Google-Dienst „Alerts“, der dafür sorgt, dass Themenideen fast von ganz alleine in der Mail-Inbox landen. Der Trick: Man definiert Suchbegriffe (oder eine Kombination daraus), und Google Alerts verschickt regelmäßig und automatisch passende Internetquellen via E-Mail. Da ist zwar oft auch weniger aktuelles Zeugs dabei, aber es gibt doch immer wieder nützliche Hinweise und Beiträge zu den eigenen Themen. Google Alerts fungiert übrigens auch prima als Radar: einfach nur den eigenen Namen oder den der Firma als Suchbegriff definieren – und schon sehen Sie, wer was über Sie schreibt – oder auch nicht.

Eine weitere gute Quelle sind andere Blogs oder Webseiten (die meist weniger aktuelle Inhalte liefern). Hier gibt es zwei Möglichkeiten, an aktuelle Themen heranzukommen: entweder bestellen Sie den Newsletter der Seite (falls vorhanden) oder Sie abonnieren den RSS-Feed des Blogs oder der Internetseite. Am besten stellen Sie den RSS-Stream so ein, dass er direkt in Ihrer Mail-Inbox landet, falls Ihr E-Mail-Programm das unterstützt. Es gibt auch gute und kostenlosen Programme, mit der Sie RSS-Feeds sammeln und zentral abrufen können.

Darüber hinaus werden die sozialen Medien wie Facebook und Twitter immer häufiger für das Aufspüren interessanter Themen und Trends eingesetzt. Zumindest mache ich das so, und gerade für meine Themen stehen mir zahlreiche Facebook-Kontakte zur Verfügung, die ich immer wieder „anzapfe“, um daraus eine interessante Geschichte zu entwickeln. Hierfür sind natürlich ein wenig Arbeit und Ausdauer erforderlich, denn Social-Media-Kontakte kommen nicht von alleine. Man sollte also das ein oder andere zu sagen haben, damit andere auch motiviert sind, Ihnen zu „folgen“.

Und klar, das gute alte Gespräch liefert immer wieder die besten Geschichten. Denn wenn jemand etwas Interessantes zu erzählen hat, entstehen daraus fast zwangsläufig interessante Beiträge.

Wie steige ich in einen Beitrag richtig ein?

Eine Frage, die mich selbst immer wieder aufs Neue beschäftigt und herausfordert. Denn nichts ist wichtiger (neben einer guten Überschrift) als der Einstieg in die Geschichte. Nicht umsonst verwenden die guten Schreiberlinge viel Zeit auf den allerersten Satz. Diese wurden 2007 sogar schon einmal prämiert.

Doch auch ohne das schriftstellerische Talent eines Günter Grass findet man als weniger Geübter gute Einstiege, die den Leser dazu bringen, weiterzulesen. Und damit haben Sie schon eine Menge geschafft.

Mögliche Einstiege in einen Beitrag können wie folgt aussehen:

  • Ein aktueller Bezug, von dem Sie wissen oder ahnen, das er viele Menschen interessiert. Wenn Sie das zudem in einen knappen und pointierten ersten Satz packen, haben Sie die Leser bereits gewonnen.
  • Eine Anekdote zum Thema, das Sie wirklich erlebt haben. Das sollte ebenfalls kurz und knackig auf den Punkt kommen, andernfalls wirkt solch ein Einstieg eher abschreckend und bewirkt das Gegenteil von dem, was Sie damit erreichen wollen
  • Eine provokante These stellt ebenfalls einen guten, wenn auch mutigen „Opener“ dar. Der muss dann aber sehr scharf und wenig kompromissbereit formuliert sein, andernfalls glaubt der Leser die Behauptung nicht. Trauen Sie sich ruhig, auch wenn Sie dafür vielleicht Prügel beziehen. Die Aufmerksamkeit der Leser ist Ihnen auf jeden Fall sicher. Klar ist auch, dass Sie Ihre These im folgenden Text schlüssig darlegen müssen, ansonsten verpufft der schönste Einstieg wie eine Luftblase.
  • Aber auch eine kurze Zusammenfassung des Beitrags ist ein zuverlässiges Mittel, Ihre Leser in den Artikel hineinzuziehen, Denn im Zeitalter der immer knapper bemessenen Zeit wollen wir so schnell möglich wissen, ob das geschriebene Wort auch lesenswert ist. Also sagen Sie den Besuchern Ihres Blogs oder Ihrer Webseite in zwei, drei kurzen Sätze, was sie im nachfolgenden Text erwartet. Dann haben sie die Wahl: weiterlesen oder tschüss.

Was unterscheidet eine gute Überschrift von einer weniger guten?

Diese Frage lässt wesentlich einfacher beantworten als die vorherige, was aber nicht bedeutet, dass eine gute Überschrift trivial, also ein einfaches Unterfangen ist. Eine gute Überschrift lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Formuliere eine Überschrift so, dass potenzielle Leser und Google sofort wissen, wovon der Blogbeitrag handelt.

Einfach, oder? Geht so, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Folgende Aspekte sollten Sie hierbei berücksichtigen:

Google und Ihre Leser reagieren auf bekannte Schlüsselwörter gleichermaßen. Soll heißen: überlegen Sie genau, welche Worte Ihre Geschichte am besten wiedergeben. Gibt es zwei Schlüsselwörter, die infrage kommen, sollten Sie Tools wie Google Trends dazu befragen, welches der beiden häufiger gesucht wird, um sich für dieses zu entscheiden.

Aus Google-Sicht sind etwa die ersten 70 Zeichen der Überschrift von Bedeutung, also relevant. Das sollten Sie beim Verfassen der Headline unbedingt beachten. Dabei gilt auch die Faustformel, die wichtigen Worte an den Anfang der Überschrift zu stellen.

Die Lesersicht ist ebenfalls zu berücksichtigen. Der Satz sollte also neben all der Google-Relevanz auch leserfreundlich sein. Vergessen Sie daher die Verben nicht und auch nicht die richtige Satzstellung, denn Sie wissen ja: wer für die Suchmaschinen allein schreibt, hat bald keine Leser mehr. Und dann nützen auch die schönsten SEO-Textmaßnahmen nichts.

Wie entstehen Texte, die gleichzeitig unterhalten und informieren?

Das ist wohl die komplexeste Frage, die sich nicht einfach so beantworten lässt. Denn neben einer jahrelangen Erfahrung als Schreiberling erfordert es eine ganze Menge an „Insider-Wissen“ seine Leser betreffend. Diese bestimmen nämlich maßgeblich darüber, wie viel Unterhaltsames ein Text verträgt und wie groß der Informationsanteil sein sollte.

So steht bei Juristen beispielsweise der Informationsgehalt eines Beitrags an erster Stelle, da diese Zielgruppe kaum Zeit aufbringt, längere Texte zu lesen. Und wenn dann ein Artikel mit witzigen Einlagen ihre kostbare Zeit stiehlt, hat man gleich verloren. Anders ist das bei Endanwendern, die bevorzugt am Wochenende auf der Suche nach Blogbeiträgen  zu Gadgets & Co. sind. Die wollten zwar auch informiert werden, gleichzeitig kann man diese Lesergruppe aber auch unterhalten.

Daher habe ich mir für die richtige Mischung aus Entertainment und Information eine Formel zurecht gestrickt, mit der ich seit Jahren gut fahre. Sie lautet:

Ein- und Ausstieg eines Blogartikels dürfen ruhig unterhaltsame Elemente aufweisen, ohne allerdings den Inhalt zu sehr zu verwässern. Und der Rest, also der mittlere Teil, sollte mit Witz und vor allem Ironie äußerst sparsam umgehen.

Denn stets sollte der Anspruch gelten, dass die Information vor dem Unterhaltungswert steht.

01 Sep

Was einen guten Blogbeitrag von einem schlechten unterscheidet

Wordpress-LogoIch habe sie leider nicht alle gezählt, aber ich habe bestimmt an die 3.000 Blogbeiträge seit Anfang 2006 geschrieben.

Zunächst waren sicherlich ein paar nicht so gute dabei, aber mit der Zeit kommt man ganz gut rein ins Bloggen.

Wenn man obendrein noch eine halbwegs vernünftige journalistische Ausbildung vorzuweisen hat, gepaart mit einem guten Verständnis fürs Thema, ist der Rest nur noch Formsache. Sollte man meinen!

Dass dem in der Praxis leider nicht immer so ist, kann man recht schnell anhand geeigneter Beispiele überprüfen. Wobei “geeignet” an dieser Stelle fast schon euphemistisch  beschönigend ist. Was aber, werden Sie sich fragen, unterscheidet einen guten Blogbeitrag von einem weniger guten? Nun, zu den häufigsten Fehlern gehören zweifelsohne die folgenden zehn:

1. Inhalte, die keinen Nutzwert bieten und damit den Leser nicht zum Weiterlesen auffordern.

2. Sätze, die zu lang, zu verschachtelt und damit schwer verständlich sind. Ja, damit habe ich auch immer so meine Schwierigkeiten. Da hilft nur: noch mal lesen und kürzen!

3. Überschriften, die nicht auf den Punkt kommen und damit das Thema nicht auf einen Blick vermitteln. Das gilt übrigens sowohl für Google als auch für die Leser.

4. Beiträge, die nicht schnell genug auf den Punkt kommen, schrecken ebenfalls jeden Leser ab. Daher lohnt es sich, ganz viel Zeit auf die Überschrift und die ersten zwei Sätze zu verwenden. Da muss bereits alles drin stehen, was Sie sagen wollen.

5. Lange Artikel, die keine Struktur aufweisen. Dabei ist das Einfügen von Zwischenüberschriften (aus SEO-Gründen mit H3-Tag) und das Markieren von Schlüsselwörtern mittels Fett- und Kursiv-Formatierungen ganz einfach.

6. Rechtschreibung und Grammatik, die nicht ernst genommen werden. Denn in Zeiten, in denen Inhalte immer schneller produziert werden müssen (das kenne ich auch), bleibt vermeintlich keine Zeit für einmal Korrektur lesen. Trotzdem ist man es den Lesern (und sich selbst) schuldig, einen Text möglichst fehlerfrei ins Internet zu stellen.

7. Artikel, die so trocken sind, dass es beim Lesen staubt. Klar, ein Blogbeitrag will informieren, aber er soll auch mal provozieren oder anecken oder einfach nur unterhaltsam sein. Daher: Wortspiele und eine witzige Schreibe sind erlaubt, aber bitte nicht übertreiben. Denn wenn um jede Ecke eine Alliteration guckt oder der Schreiberling um jeden Preis witzig sein will, ist der Leser ganz schnell abgeschreckt.

8. Fach- und Fremdwörter, die keiner versteht. Natürlich sind Fachwörter wichtig, wenn sie bekannt sind und landläufig benutzt werden. Wenn Sie dem Leser aber etwas Gutes tun wollen, erklären Sie die unbekannteren Fachbegriffe mit einem Halbsatz oder verlinken auf Wikipedia. Dann liefern Sie den Sinn auf indirektem Weg gleich mit. Und Fremdwörter haben in einem Blogbeitrag nichts zu suchen, außer sie gehören zu den “Eingebürgerten”. Und selbst dann: gibt es nicht ein schönes deutsches Derivat Ersatzwort?

9. Blogbeiträge, die ohne interne und externe Verlinkungen auskommen. Gerade große Wissensportale pflegen diese Unsitte, mit möglichst wenigen Internetlinks auszukommen, weil sie Angst haben, auf diesem Weg Leser zu verlieren. Aber keine Sorge: wenn die Inhalte gut sind, hält ein schlichter Link Ihre Blogbesucher nicht davon ab, weiterzulesen. Im Gegenteil, eine weiterführende Internetadresse  hat auch mit der Nutzwertigkeit zu tun, die ich unter Punkt 1 erwähnt habe.

10. Inhalte, die belanglos und wenig aktuell sind. Nichts schreckt mehr ab als Geschichten, die man entweder schon mal irgendwo gelesen hat oder die so langweilig und abgestanden sind, dass sie keiner lesen will. Diese Arbeit kann man sich wirklich sparen. Seien Sie stattdessen kreativ, begeisternd, einzigartig und lasen Sie Ihre Leser und Leserinnen an Ihrem Wissen, Ihrem Leben und Ihren Gedanken teilhaben. Das wird immer noch am ehesten goutiert honoriert für gut befunden.