29 Okt

Wie Sascha Pallenberg nervige Werbebanner in Rente schickt

Der Webshop von Mobile Geeks

Letzte Woche saß ich in Köln während der IBM Business Connect ein Weilchen mit Sascha Pallenberg von Mobile Geeks zusammen, um ein wenig mit ihm über sein neues Geschäftsmodell zu plaudern. Nun, so neu ist das ja gar nicht: Sascha und seine Jungs und Mädels machen schon vielen Jahren hochwertigen Content zu mobilen Themen, mit denen sie seit Jahren den Nerv ihrer LeserInnen treffen. Und das lässt sich nun einmal – auch hierzulande – vortrefflich vermarkten.

Und das tut Sascha jetzt, und das wieder einmal mit dem für ihn so typischen Duktus „Nur nicht mit dem Strom schwimmen“. Denn daran hat sich dieser Kerl aus dem Ruhrpott noch nie gehalten: Was andere machen, was andere sagen, was andere von ihm halten resp. denken. Das bewundere ich an ihm, wenngleich ich seine regelmäßigen „Rants“ hin und wieder über das Ziel hinausschießen sehe. Aber gut, das ist Sascha. Und das ist auch gut so.

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26 Okt

Was ich werden würde, wenn ich noch einmal wählen dürfte

Mein Berufscheck-Ergebnis- Journalist oder Duales Studium Digitale Medien

Ich, schreibend, auf KretaMein ältester Sohn beschäftigt sich schon eine ganze Weile mit der Frage nach seiner beruflichen Zukunft. Dabei hat er diese tolle Seite der Employour GmbH entdeckt, die sich ausbildung.de nennt.

Dort kann man allerlei Infos über die vielen verschiedenen Berufe lernen, die es so gibt. Auf dieser Webseite besteht auch die Möglichkeit, mithilfe eines 12-stufigen Frage-Antwort-Spiels seinen optimalen Beruf zu finden.

Da ich doch einigermaßen neugierig bin, habe ich diesen Test absolviert, und das Ergebnis, das sich mir am Ende präsentierte, hat mich wenig überrascht. Aber dazu etwas später mehr.

Fast 35 Jahre Berufserfahrung – und alles richtig gemacht

Am Anfang meiner Berufskarriere schien ich erst einmal in die Fußstapfen meiner Großeltern zu treten, die zeitlebens in der Gastronomie tätig waren. Denn ich wurde Hotelkaufmann, den ich im Mövenpick Restaurant zu München erlernte. Eine im Nachhinein lehrreiche und tolle Zeit, von der ich bis heute profitiere.

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22 Okt

Von der Kunst und Lust, Themen und Geschichten zu (er)finden

Meine Haibike Pedellen am 4. August 2015

Uns Schreiberlinge und Blogger treibt immer ein Gedanke um:

Woher kommt meine nächste Geschichte?

Klar, in vielen Fällen liegt es auf der Hand, welcher Beitrag als nächstes online gehen soll: Sei es die News zum neuen iPhone oder eine kurze, schnelle Betrachtung eines interessanten Gadgets oder einfach nur ein nützlicher Workshop, wie man iPhone und Fritzbox mithilfe der richtigen App zum Telefonieren nutzt.

Darüber hinaus legen die eigenen Kunden die Themen fest, über die man schreiben darf. Sei es über die Digitalisierung der Anwaltsbranche oder über neue High-End-Systeme – der Auftraggeber bestimmt in vielen Fällen die Agenda und das Storytelling.

Doch was ist mit all den anderen Geschichten, die man auch gerne erzählen würde? Nun, das ist nicht immer ganz so einfach, denn oft fehlt es einfach am Mut oder an der Zeit oder an beidem, ein bestimmtes Thema in und mit der Öffentlichkeit zu diskutieren.

Denn ein selbst geschriebener Beitrag bedeutet immer, sich zu offenbaren, also das Innerste nach Außen zu kehren. Und das ist immer ein wenig mit Risiken verbunden.

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09 Feb

9 Jahre Bloggen – Happy Birthday to me!

Per Zufall habe ich es entdeckt: Heute auf den Tag genau habe ich vor neun Jahren meinen ersten Blogbeitrag veröffentlicht. Dazu musste ich im Moment des kleinen, euphorischen Anfalls natürlich etwas auf Facebook posten:

 

Grund genug also, ein wenig Rückschau zu halten, was in diesen neun Jahren Bloggerei so alles passiert ist.

Apple-Weihnachtsfeier 2005: Wo alles begann

Angefangen hat alles auf der Apple-Weihnachtsfeier 2005. Da kam mein guter Freund Richard „Richie“ Joerges auf mich zu und meinte, da schwappt was aus den USA nach Deutschland rüber, da müssen wir unbedingt dabei sein. Er meinte natürlich Blogs, die zu der Zeit auch noch Weblogs genannt wurden und oft den Charme eines digitalen Tagebuchs versprühten. Was ja auch die ursprüngliche Idee hinter diesen Blogs war.

Richard und ich wollten keine Tagebücher veröffentlichen, sondern handfeste technische Inhalte. Und am liebsten Inhalte, zu denen wir eine möglichst hohe Affinität vorzuweisen hatten. Das waren unter anderem die digitale Fotografie, digitales Fernsehen, drahtlose Technologien, Apple- und Windows-Tipps, und so fort. Eingerahmt wurde das Ganze von einem Event-Blog, den wir für unsere Liveberichterstattung von CeBIT, IFA und Co. einsetzten. Die große Klammer, sozusagen.

2006: Mit insight-infonet die Bloggerkarriere starten

Nachdem wir einen damals befreundeten Webdesigner ebenfalls von der Idee des eigenen Blognetzwerks überzeugt hatten, riefen wir insight-infonet ins Leben und starteten das große Abenteuer „Technik-Blogs“.

Zusammengefasst kann man sagen: Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, aber vermarkten ließ sich insight-infonet zu keinem Zeitpunkt. Obwohl wir punktuelle Erfolge verzeichnen durften. So haben wir unter anderem für Fujitsu einen Mehrteiler zum Thema Mobile Computing veröffentlicht, haben für Computec Media das B2B-Event „IFA Convention 2006“ mitgestaltet, waren ein Jahr später für D-Link ebenfalls in Berlin und haben andere schöne Projekte realisiert. Richtig nachhaltig war das Ganze allerdings nicht.

2008: Auf dem Software Dev Blog für Intel bloggen

So richtig ertragreich wurde die Bloggerei erst 2008, als mich Mitte des Jahres ein Anruf von Intel erreichte, ob nicht Lust und Zeit hätte, live von der Games Convention Developers Conference Videoblogbeiträge zu verfassen. Natürlich auf Englisch.

Klar hatte ich Lust und Zeit, und so kam eins zum anderen. Die GCDC aus Leipzig war aus Intel-Blog-Sicht ein großer Erfolg, und so startete ich gemeinsam mit Intel einen deutschsprachigen Blog, der sich mit dem recht diffizilen Thema Multicore-Programmierung auseinander setzen sollte.

Das Ziel des Ganzen: Der Aufbau einer deutschsprachigen Entwicklercommunity rund um den Software Dev Blog (so der Name der Plattform), was nach einer gewissen Anlaufzeit formidabel gelangt. Wir veranstalteten Tweet-ups, nahmen an größeren und kleineren Events teil und veranstalteten 2009 sogar unser eigenes Barcamp zum Thema Software Engineering.

2011: Advoblog für Um-die-Ecke-Verwandte

Von da an nahm die Bloggerei ihren Lauf, mal besser, mal weniger gut. Bemerkenswerte Projekte sind zweifellos der Advoblog, den ich bereits seit vier Jahren für die Firma Hülskötter & Partner aus Nordwalde bei Münster führe. Ja, es besteht ein Verwandtschaftsgrad, und zwar um zwei bis drei Ecken. Ur-Ur-Opa August war es wohl, der aus Emsdetten (die Geburststätte meines Vaters) nach Altenberge (die Heimatstatt meines Kunden) „auswanderte“, der beruflichen Perspektiven wegen.

2013: Hightech Computig Blog für IBM

Aber auch der Hightech Computing Blog ist ein ganz besonderes Projekt, das auch schon ins zweite Jahr geht und auf dem ich über Highperformance Computing, Cloud Computing und Co. schreiben darf. Und auf dem das Thema Videointerviews eine zentrale Rolle einnimmt, wenngleich die Videogespräche stets eingebettet sind in die gesamte Berichterstattung zu einer Veranstaltung. Videos sind auf dem Blog also nicht nur Mittel zum Zweck, sondern ergänzen das geschriebene Wort in geeigneter Art und Weise.

2015: Infineon und noch mehr Bloggerei

Tja, und dann ist da noch Infineon, für die ich seit einem Monat das Social Media Marketing übernommen habe. Und wo ich wohl schneller als geplant eine Content-Plattform aufbauen werde, mit eigener Domain und eigenen Inhalten. Es wird mir also nicht langweilig in meinem Blog-Universum. Na dann: Happy birthday to me!

01 Sep

Was einen guten Blogbeitrag von einem schlechten unterscheidet

Wordpress-LogoIch habe sie leider nicht alle gezählt, aber ich habe bestimmt an die 3.000 Blogbeiträge seit Anfang 2006 geschrieben.

Zunächst waren sicherlich ein paar nicht so gute dabei, aber mit der Zeit kommt man ganz gut rein ins Bloggen.

Wenn man obendrein noch eine halbwegs vernünftige journalistische Ausbildung vorzuweisen hat, gepaart mit einem guten Verständnis fürs Thema, ist der Rest nur noch Formsache. Sollte man meinen!

Dass dem in der Praxis leider nicht immer so ist, kann man recht schnell anhand geeigneter Beispiele überprüfen. Wobei “geeignet” an dieser Stelle fast schon euphemistisch  beschönigend ist. Was aber, werden Sie sich fragen, unterscheidet einen guten Blogbeitrag von einem weniger guten? Nun, zu den häufigsten Fehlern gehören zweifelsohne die folgenden zehn:

1. Inhalte, die keinen Nutzwert bieten und damit den Leser nicht zum Weiterlesen auffordern.

2. Sätze, die zu lang, zu verschachtelt und damit schwer verständlich sind. Ja, damit habe ich auch immer so meine Schwierigkeiten. Da hilft nur: noch mal lesen und kürzen!

3. Überschriften, die nicht auf den Punkt kommen und damit das Thema nicht auf einen Blick vermitteln. Das gilt übrigens sowohl für Google als auch für die Leser.

4. Beiträge, die nicht schnell genug auf den Punkt kommen, schrecken ebenfalls jeden Leser ab. Daher lohnt es sich, ganz viel Zeit auf die Überschrift und die ersten zwei Sätze zu verwenden. Da muss bereits alles drin stehen, was Sie sagen wollen.

5. Lange Artikel, die keine Struktur aufweisen. Dabei ist das Einfügen von Zwischenüberschriften (aus SEO-Gründen mit H3-Tag) und das Markieren von Schlüsselwörtern mittels Fett- und Kursiv-Formatierungen ganz einfach.

6. Rechtschreibung und Grammatik, die nicht ernst genommen werden. Denn in Zeiten, in denen Inhalte immer schneller produziert werden müssen (das kenne ich auch), bleibt vermeintlich keine Zeit für einmal Korrektur lesen. Trotzdem ist man es den Lesern (und sich selbst) schuldig, einen Text möglichst fehlerfrei ins Internet zu stellen.

7. Artikel, die so trocken sind, dass es beim Lesen staubt. Klar, ein Blogbeitrag will informieren, aber er soll auch mal provozieren oder anecken oder einfach nur unterhaltsam sein. Daher: Wortspiele und eine witzige Schreibe sind erlaubt, aber bitte nicht übertreiben. Denn wenn um jede Ecke eine Alliteration guckt oder der Schreiberling um jeden Preis witzig sein will, ist der Leser ganz schnell abgeschreckt.

8. Fach- und Fremdwörter, die keiner versteht. Natürlich sind Fachwörter wichtig, wenn sie bekannt sind und landläufig benutzt werden. Wenn Sie dem Leser aber etwas Gutes tun wollen, erklären Sie die unbekannteren Fachbegriffe mit einem Halbsatz oder verlinken auf Wikipedia. Dann liefern Sie den Sinn auf indirektem Weg gleich mit. Und Fremdwörter haben in einem Blogbeitrag nichts zu suchen, außer sie gehören zu den “Eingebürgerten”. Und selbst dann: gibt es nicht ein schönes deutsches Derivat Ersatzwort?

9. Blogbeiträge, die ohne interne und externe Verlinkungen auskommen. Gerade große Wissensportale pflegen diese Unsitte, mit möglichst wenigen Internetlinks auszukommen, weil sie Angst haben, auf diesem Weg Leser zu verlieren. Aber keine Sorge: wenn die Inhalte gut sind, hält ein schlichter Link Ihre Blogbesucher nicht davon ab, weiterzulesen. Im Gegenteil, eine weiterführende Internetadresse  hat auch mit der Nutzwertigkeit zu tun, die ich unter Punkt 1 erwähnt habe.

10. Inhalte, die belanglos und wenig aktuell sind. Nichts schreckt mehr ab als Geschichten, die man entweder schon mal irgendwo gelesen hat oder die so langweilig und abgestanden sind, dass sie keiner lesen will. Diese Arbeit kann man sich wirklich sparen. Seien Sie stattdessen kreativ, begeisternd, einzigartig und lasen Sie Ihre Leser und Leserinnen an Ihrem Wissen, Ihrem Leben und Ihren Gedanken teilhaben. Das wird immer noch am ehesten goutiert honoriert für gut befunden.