18 Nov

Meine wievielte CeBIT ist das eigentlich schon?

cebit-logo

Heute habe ich ein kleines, unscheinbares Bild auf Facebook gepostet, von dem ich nicht angenommen hatte, dass es solch eine „Welle“ schlägt:

Mit „Welle“ meine ich die aktuelle 29 Kommentare, die sich unter dem Facebook-Eintrag versammelt haben. Die reichen von „CeBIT? gibt’s die noch?“ über „Streber!“ bis hin zu „Ich finde Deine Unterstützung für IT-Randgruppen lobenswert!“. Die meisten der Kommentare habe ich kommentiert, denn das kann ich nicht einfach so umkommentiert lassen. Klar.

Aber was macht den Reiz der CeBIT für mich aus? Nun ja, da gibt es schon ein paar gewichtige Gründe:

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16 Nov

Wie ein Kirchenbesuch helfen kann, Trost zu finden

Kerzen in Gedenken an die Opfer von Paris

Freitag Nacht fand ich lange kein Schlaf, zu sehr beschäftigten mich die Anschläge von Paris bis weit in die Nacht. Denn ich hatte keine Antworten auf das, was ein paar Stunden zuvor passiert war.

Warum werden in blindem Hass Dutzende von Menschen erschossen? Warum gerade diese Menschen? Wann wird es wieder passieren und wo?

Alles Fragen, auf die es keine Antworten gibt, nicht geben kann. Aber eines war mir sofort klar: diesem Hass können und dürfen wir nicht mit neuem Hass begegnen. Denn Gewalt lässt sich niemals mit Gewalt beenden, Gewalt schürt immer nur neue Gewalt.

Woher aber kommen die anderen Antworten auf meine Fragen. Und da hatte meine Liebste für den Sonntag Vormittag eine wundervolle Idee: Wir gehen mal wieder zu „unserem“ Lieblingspfarrer in die St. Maximilian-Kirche. Denn dort finden wir vielleicht die passenden Antworten – oder zumindest ein wenig Trost.

Nun ist es nicht so, dass ich glühender Anhänger der katholischen Kirche bin. Eher im Gegenteil, daher bin ich schon vor vielen, vielen Jahren ausgetreten, und das nicht nur aus Gründen, die monetärer Natur waren. Denn vieles von dem, was aus Rom kommt und wofür die katholische Kirche seit Hunderten von Jahren steht, entspricht nicht meinem Weltbild von Humanismus und Verständnis für die Nöte der Menschen.

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09 Nov

Wie ein Bild zur emotionalen Rückkehr in meine Geburtsstadt taugt

Bad Kreuznach im Herst 2015 (Credits- Tobias Albers-Heinemann)

Heute Morgen entdeckte ich dieses wundervolle Bild auf Facebook (danke an Tobias Albers-Heinemann für das Veröffentlichen dürfen!). Für den, der es nicht sofort erkennt: Es handelt sich um einen Teil der Nahe, die sich durch meinen Geburtsort Bad Kreuznach schlängelt. Sofort fühlte ich mich beim Betrachten des Fotos zurückversetzt an einen Ort, der für mich vorwiegend gute Erinnerungen parat hält und mit dem ich immer verbunden sein werde.

Schließlich begann dort alles, was mit mir und meiner Person zu tun hat. Zwar kehrte ich Bad Kreuznach 1964/65 mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester den Rücken zu, um die nächsten Jahre in der Nähe von Hannover zu verbringen, aber 1973 führte uns das Schicksal wieder in die Salinenstadt zurück. Dort ging ich auf das Gymnasium an der Stadtmauer, dort war ich unsterblich in ein Mädchen verliebt, dort lernte ich, was Freundschaft und Konkurrenzdenken unter Jungs bedeutet.

Die Großmutter als letzte Verbindung zu Bad Kreuznach

Das ist alles zwar schon sehr lange her, aber immer noch sehr präsent. Dazu trägt auch der Umstand bei, dass meine Großeltern lange in Bad Kreuznach eine Pension führten, und meine Oma nach dem Tod ihres Mannes dort blieb. Damit hatte ich stets einen wundervollen Anlaufpunkt, wenn ich in meine Geburtsstadt zurückkehren wollte.

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06 Nov

Von meiner Sehnsucht, München ab und an verlassen zu müssen

Zugtick nach FFM der Cloud Expo wegen

Nächste Woche gehe ich mal wieder auf Reisen. Mein Ziel wird Frankfurt am Main sein, der Cloud Expo 2015 wegen. Wie es der Name vermuten lässt, dreht sich dort an zwei Tagen alles mehr oder weniger um das Thema Cloud Computing.

Eigentlich wollte ich gar nicht fahren, denn ganz früh morgens hin und spät abends erst wieder in München zu sein, das ist irgendwie nicht mehr so mein Ding. Nachdem ich aber auf einmal eine VIP-Karte und zahlreiche Terminanfragen vorliegen hatte, habe ich mich Mittwoch Nachmittag selber eines Besseren belehrt und spontan die Fahrt nach FFM gebucht – für zwei Tage, jawoll!

Und ich freue mich wirklich darauf, trotz des Trubels und der vielen Gespräche und der Arbeit, die dort und hinterher auf mich wartet. Oder besser noch: genau deswegen. Schließlich ist das Teil meines Berufs, mich mit interessanten Leuten treffen, ihnen mehr oder weniger schlaue Fragen zu stellen, von ihnen Neues zu erfahren, und vieles mehr. Das macht das, was ich mache, so abwechslungsreich und so spannend.

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04 Nov

Auf die nächsten 1.000 Kilometer mit meinem eBike

Es ist geschafft: die ersten 1.000 km mit meine Haibike Pedelec

Ich habe ja immer großspurig behauptet, mir ein eBike frühestens mit der Rente zu holen. Doch dann war ich Ende Juli/Anfang August auf einmal von der Idee eines eigenen Pedelecs (so die richtige Bezeichnung dieser Fahrradart) derart besessen, dass ich mir am 4. August 2015 dieses tolle Teil Technik bei meinem Fahrradhändler um die Ecke geholt habe – und nicht aus dem Internet!

Yes, ich bin ein eBiker! Like it?! I do!!! 🚴🏻󾌰 Haibike

Posted by Michael Hülskötter on Dienstag, 4. August 2015

Jetzt bin ich also seit genau drei Monaten ein Elektro-Radler, und das mit großer Begeisterung! Ich hätte es mir ja nie, nie, nie träumen lassen, von einem Fahrrad mit Motor derart enthusiastisch zu schreiben. Mittlerweile ist es sogar schon eine „Strafe“ für mich, wenn ich aus bestimmten Gründen auf mein altes Mountainbike ohne Motorenunterstützung zurückgreifen muss.

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02 Nov

Wie ein Mensch die perfekte Antwort auf Toleranz sein kann

Conchita alias Tom Neuwith bei Inas Nacht

Samstag Nacht lief wieder eine Folge von „Inas Nacht“. Mit dabei: Conchita (Wurst), diese wundervolle Dragqueen aus Bad Mitterndorf, Österreich. Als Tom Neuwirth geboren, steht Conchita für alles, was man zum Thema Toleranz und Weltoffenheit wissen muss. Das wurde mir beim Geplauder mit Ina Müller wieder einmal klar.

Denn mit dieser Kunstfigur, die Tom Neuwirth geschaffen hat, schafft er es mühelos, die Herzen der Menschen zu berühren und zu erreichen, und das trotz resp. wegen seines bizarren Auftritts. Denn man kann sich seiner Ausstrahlung, seiner Klugheit und seinem Charme kaum entziehen. Da spielt es innerhalb weniger Augenblicke überhaupt keine Rolle mehr, ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau oder eine Dragqueen handelt, die mit Bart und Kleid auftritt.

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31 Okt

Mutiere ich doch noch zum Android-User?

Mein neues Smartphone - ein China-Android-Clone für schnappe 107 Euro

Der letzte Freitag war für mich persönlich ein eher schwarzer, und das an einem 30sten, nicht am 13sten. Zuerst habe ich meinen Schlüssel zuhause im Radlkellerschloss stecken lassen und musste aufgrund dessen die Strecke von 5 Kilometern insgesamt dreimal fahren. Ich sag mal, unter sportlichen und gesundheitstechnischen Aspekten ein echter Mehrwert!

Diese Verzögerung im Zeitablauf hatte dann zur Folge, dass der Ausflug, auf den wir uns per S-Bahn begeben wollten, insgesamt ein wenig hektischer wurde als beabsichtigt und notwendig. Und so kann es, wie es unter keinen Umständen kommen durfte: Wir verpassten fast den Ausstieg in Germering-Unterpfaffenhofen, und ich ließ in der Hektik mein iPhone 6 auf der Fensterablage der S-Bahn liegen. Einfach so. Und ich dachte immer, so etwas passiert nur den anderen.

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27 Okt

Über meine persönliche Wahrnehmung der Welt via Facebook

Mein Facebook-Stream vom 27.10.2015, 10-26 Uhr

Heute morgen beim Bäcker laß ich im vorüber Gehen diese Schlagzeile:

Schlagzeile TZ München vom 27.10.2015
Mal ganz abgesehen vom unfassbaren Leid, das wieder einmal über die Menschen in Afghanistan kommt, frage ich mich auch, wie es denn sein kann, dass ich bei meiner allmorgendlichen Facebook-Lektüre diese Nachricht verpasst habe. Oder habe ich sie womöglich gar nicht gesehen?

Schon denkbar, wenngleich ich die Facebook-Seite der Süddeutschen Zeitung abonniert habe. Obwohl ich zahlreichen Menschen folge, die ich als politisch einstufen würde (wenngleich sich mein Bild dazu vor kurzem ein wenig relativier hat). Ich selbst bezeichne mich auch als (gesellschafts)politisch interessiert, selbst wenn ich die SZ oder andere Blätter schon lange nicht mehr im Abo beziehe. Wozu Totholz, wenn es auch online geht.

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26 Okt

Was ich werden würde, wenn ich noch einmal wählen dürfte

Mein Berufscheck-Ergebnis- Journalist oder Duales Studium Digitale Medien

Ich, schreibend, auf KretaMein ältester Sohn beschäftigt sich schon eine ganze Weile mit der Frage nach seiner beruflichen Zukunft. Dabei hat er diese tolle Seite der Employour GmbH entdeckt, die sich ausbildung.de nennt.

Dort kann man allerlei Infos über die vielen verschiedenen Berufe lernen, die es so gibt. Auf dieser Webseite besteht auch die Möglichkeit, mithilfe eines 12-stufigen Frage-Antwort-Spiels seinen optimalen Beruf zu finden.

Da ich doch einigermaßen neugierig bin, habe ich diesen Test absolviert, und das Ergebnis, das sich mir am Ende präsentierte, hat mich wenig überrascht. Aber dazu etwas später mehr.

Fast 35 Jahre Berufserfahrung – und alles richtig gemacht

Am Anfang meiner Berufskarriere schien ich erst einmal in die Fußstapfen meiner Großeltern zu treten, die zeitlebens in der Gastronomie tätig waren. Denn ich wurde Hotelkaufmann, den ich im Mövenpick Restaurant zu München erlernte. Eine im Nachhinein lehrreiche und tolle Zeit, von der ich bis heute profitiere.

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23 Okt

Von meiner neuen Lust, Lieder zu erzählen

Michael Hülskötter als Gitarrenspieler

Seit fast 35 Jahren, also seit 420 Monaten oder 1.820 Wochen oder etwa 12.775 Tagen, mache ich Musik. Und das immer noch so gerne wie einst im Januar 1981, als ich die ersten Gitarrengriffe lernen und üben durfte.

Nein, eigentlich stimmt das so nicht, denn meine Lust, Geschichten mit Gitarre und Stimme zu erzählen, ist seit Anfang diesen Jahres noch ein bisschen größer geworden. Der Grund hierfür ist schnell erzählt: Seit Januar gehe ich regelmäßig zum Gesangsunterricht, und das mit zunehmender Begeisterung. Denn ich wollte meinen Gesang, der sich nie so richtig „richtig“ angefühlt hat, auf eine neue Stufe hieven. Und das ist gelungen, in der Tat.

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