05 Nov

Daher komme ich der Bezeichnung „Android-Nutzer“ immer näher

Android-App Amazon Prime Music

Ich hätte es ja nicht für möglich gehalten: Ich mutiere gerade Stück für Stück zum überzeugten Android-Anwender, und das irgendwie wider Willen. Aber: es macht immer mehr Spaß!

Nur zur Erinnerung: Dieser Zustand latenter geistiger Verwirrtheit ist dem Umstand geschuldet, das ich aufgrund einer kurzzeitigen Schusseligkeit mein schönes iPhone 6 in der S-Bahn München habe liegen lassen. Blöd, klar. Nach kurzzeitiger Rückkehr zu meinem alten iPhone 5 musste dann aber ein neues Smartphone her, das ein größeres Display für bessere Sichteigenschaften bietet. Und so bin ich bei einem dieser Android-China-Clones gelandet, das seinen Job recht gut erledigt.

Einmal iPhone, immer iPhone!?

Nun war es nie so, dass ich mich als großer Android-Fan hervorgetan habe, selbst nicht zu einer Zeit, in der ich für Intel in Sachen Android auf x86-Geräten unterwegs war. Ich fand einfach keinen Zugang zu diesem System. Außerdem bin ich seit 2007 treuer Apple-iPhone-Benutzer, da wechselt man nicht mal eben so die Plattform. Vor allem nicht dann, wenn man seine komplette IT-Infrastruktur auf das Cupertino’sche Ökosystem ausgerichtet hat.

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15 Okt

Was man für Videointerviews alles dabei haben sollte

Meine Kamera-Setup bestehend aus Leuchte, Mikro und Aufnahmegerät

Nächste Woche gehe ich mal wieder auf Tour, und wieder einmal für IBM. Denn „Big Blue“ lädt seine Kunden und Partner nach Köln ein, um auf der hauseigenen Veranstaltung IBM Business Connect über Pläne, Ziele und ganz viel Zukunft zu sprechen.

Innerhalb dieser großen Veranstaltung findet ein kleineres, in sich abgeschlossenes Event statt, das sich IBM Breakfast Briefings nennt und das bei IBM schon lange Tradition hat. Dort geht es eher um „harte“ Fakten, sprich um POWER-Server und Storage-Anlagen, die IBM im Portfolio hat. Aber auch das Thema Cloud wird mit von der Partie sein.

Nun, und von diesem Event-im-Event werde ich wie gewohnt berichten, in Bild und Ton und via Twitter. Und da ich im Laufe der letzten Monate und Jahre schon so viele Erfahrungen sammeln konnte, was die richtige Ausstattung rund um Videointerviews betrifft, will ich hier und heute die wichtigsten Dinge aufschreiben. Auf dass sie für angehende Videointerviewer von Nutzen sein können.

Das Equipment: Kamera, Mikro, Stativ und mehr

Am Anfang meiner Videointerview-Karriere hatte ich noch die eher schlichten Kameras dabei, was zwar auch okay war für meine Zwecke, mittlerweile ist es die EOS 70D von Canon, die mir sehr gute Dienste leistet, vor allem wegen ihrer Funktion „Follow Focus“, mit dem die Interviewpartner stets automatisch scharf gestellt werden. Allerdings sollte man dabei höllisch aufpassen, dass um die aufzunehmende Person keine anderen Fixpunkte auftauchen, was den Autofokus der Kamera massiv irritiert. Ist mir auch schon passiert.

Zu jedem vernünftigen Interview gehört auch ein vernünftiger Ton. Hierfür arbeite ich schon lange mit einem Richtmikrofon von Rode, dem NTG-2. Das bietet ein gutes Preisleistungsverhältnis und weist einen sehr guten Ton auf, vor allem in Verbindung mit dem kleinen Verstärkeradapter, den ich mir vor einigen Wochen geleistet habe. Damit bekommt man zusätzliche 20dB spendiert, was die Lautstärke der Aufnahme deutlich erhöht respektive verbessert, und ich dem Interviewpartner das Mikro nicht mehr direkt ins Gesicht halten muss.

Leider ist es immer noch so, dass Canon es nicht schafft, seine DSLRs im unteren und mittleren Preissegment mit einer ordentlichen Tonaufnahmetechnik auszustatten. Da hilft nur der Einsatz eines externen Aufnahmegeräts, mit dem der Ton separat aufgezeichnet wird. Das erfordert zwar ein wenig Synchronisationsarbeit während des Videoschnitts, lohnt sich aber sehr. Bei mir kommt das H4N von Zoom zum Einsatz, das wirklich gute Aufnahmeergebnisse erzielt und das sich prima bedienen lässt.

Lange habe ich das Thema Kopflicht vernachlässigt, da ich immer dachte, dass das lichtstarke Objektiv der Kamera das Motiv mit ausreichend Licht einfängt. Dass dem nicht so ist, hat mir irgendwann ein Kollege klar gemacht, dessen Leitspruch lautet: „Ich will das Glimmen in der Pupille des Gegenüber sehen.“ Und damit hat er völlig recht. Seitdem habe ich eine kleine Lampe dabei, die sich stufenlos dimmen lässt und die genau dieses Glimmen in der Pupille scheinen lässt.

Wichtig ist auch das richtige Stativ, denn aus der Hand zu filmen mag für den ein oder anderen Dokumentarfilmer ein adäquates Stilmittel sein, bei Videointerviews sieht es einfach Sch*** aus, wenn es wackelt und ruckelt. Dabei sollte man unbedingt in Qualität investieren, selbst wenn diese Stative etwas schwerer sind. Zudem sollte es ein richtiges Videostativ mit einem Stativkopf sein, der sich in alle Richtungen bewegen lässt, und das sehr fließend. Das ist vor allem für ruckelfreie Kameraschwanks unabdingbar.

Darüber hinaus habe ich immer eine große Tasche dabei, die vollgepackt ist mit weiterem nützlichen Equipment. Dazu gehören unter anderem: Ersatzakkus für die Kamera, aber auch für das Mikro, das Aufnahmegeräte und das Licht. Desweiteren habe ich immer eine hübsche Sammlung an SD-Karten eingepackt, ein Putztuch für das Objektiv, eine kleine Schiene, die ich auf dem Blitzschutz der Kamera montiere, auf die das Licht und das Aufnahmegerät kommen, das XLR-Kabel für die Verbindung von Aufnahmegeräte und Mikro, und anderes mehr.

Da das Thema noch viel mehr hergibt, folgen in den nächsten Tagen auf diesem Kanal weitere Infos dazu. Da werde ich ein bisschen was erzählen zu den Themen Vorbereitung, über den Dreh selbst und natürlich, wie aus dem Rohmaterial ein fertiges Video wird. So: stay tuned…