20 Okt

Großartiger Film mit großartiger Story: „Alles steht Kopf“

Kinoticket Alles steht Kopf

Vorgestern war ich mit meiner Frau im Kino, genauer gesagt im schönen Kino Solln. Auf dem Programm stand der neueste Animationsfilm von Pixar/Disney, und um es vorweg zu nehmen: Es ist ein kleines Meisterwerk, das Pete Doctor und sein Team da vollbracht haben. BTW: Doctor war als Regisseur für die wunderbaren Animationsfilme „Die Monster AG“ und „Oben“ verantwortlich.

Die Geschichte ist mit wenigen Worten nicht zu erzählen, außerdem will ich nicht über den Absatz „Spoileralarm“ schreiben. Also beschränke ich mich auf das, was mich begeistert, bewegt, berührt hat.

Das beginnt schon mit dem Credo von „Alles steht Kopf“, dessen Originaltitel „Inside out“ ich viel gelungener finde. Denn während der 94 Minuten, die dieser Pixar-Streifen dauert, erkennt die eigentliche Hauptfigur, nämlich Freude, dass Freude und Kummer im wahren Leben ein eng verwobenes „Team“ sind, die sich beide in perfekter Art und Weise ergänzen können. So gebührt am Ende des Films Kummer, der traurigen Seite des weiblichen Protagonisten Riley, die Geschichte zu einem guten Ende zu bringen. Sehr bewegend.

Neben diesem und weiteren sehr emotionalen Momenten von „Alles steht Kopf“ gibt es natürlich auch viele amüsante Szenen, die allerdings nicht so spektakulär ausfallen wie beispielsweise in Die Monster AG. So gesehen habe ich auch das Resümee meines 12-jährigen Sohns Paul verstanden, der den Film tendenziell als eher traurig empfunden hat.

Ansonsten war dieses Pixar-Meisterwerk mit vielen großartigen Ideen gespickt, die ich hier alle gar nicht aufzählen will. Das Langzeitgedächtnis steht in enger Verbindung mit den eigenen, ganz persönlichen „Erinnerungsinseln“ eines Menschen? Großartig! Dass grundsätzlich die Freude im Mittelpunkt der eigenen Persönlichkeit stehen sollte? Wundervoll! Dass die schönsten Erinnerungen, gut gesichert, im Langzeitgedächtnis als leuchtende Kugeln gespeichert werden? Sehr poetisch!

Wir haben viele Tränen während der gut eineinhalb Stunden verdrückt und vor uns hingeschnieft. Aber das war es allemal wert.