22 Feb

Happy Birthday to me: 10 Jahre Bloggen, was für ein Fest!

10 Jahre Bloggen - Happy Birthday to me!

Fast, ja fast hätte ich mein eigenes Jubiläum vergessen, wenn da nicht der werte Steve Paine mich darauf hingewiesen hätte. Also, quasi indirekt, denn er feiert gerade, so wie ich, auch sein 10-jähriges Bloggerdasein, und das sicherlich genauso wie ich mit allen Höhen und Tiefen. Doch der Reihe nach.

Dezember 2005 war es, der sich als wegweisend für meine Bloggerkarriere herausstellen sollte. Da kam nämlich Freund und Kollege Richard Joerges während der Apple Weihnachtsfeier zu mir und meinte ganz aufgeregt, dass er etwas Großes plane. Es habe mit diesem Bloggen zu tun (von dem ich bis dato noch nicht viel gehört oder gelesen hatte) und da sollten wir unbedingt dabei sein. Tja, danach ging alles ganz schnell: Unser damaliger Grafiker und Webdesigner beschäftigte sich eine Woche lang intensiv mit WordPress, und am 9. Februar 2006 ging mein/unser erster Blogpost online, der von einem Pocket PC aus dem Hause Fujitsu Siemens handelte. Wir erkannten also schon damals das Potential, das in der mobilen Welt steckte.

Und so war Anfang 2006 unsere eigene Blog-Plattform namens insight-infonet geboren. Mag sein, dass der Name ein wenig sperrig war, aber wir hatten uns natürlich etwas dabei gedacht. Denn wir wollten tiefgehende Einblicke in aktuelle Technik gewähren („insights“), die informieren sollten („info“), und das Ganze Internet-basiert („net“).

Und so wuchs unsere kleine, aber sehr feine Blogplattform, die ein klares Ziel verfolgte: Sie sollte den Zusammenschluss von in sich abgeschlossener, monothematischer Themenblogs darstellen, die eine gemeinsame „Quelle“ aufwiesen: messe-fakten.de, unser Event-Blog, auf dem wir regelmäßig über neue und schicke Produkte und Gadgets bloggten, und das von großen Messen wie der CeBIT, der IFA, etc. Das kam bei vielen Lesern und auch der ITK-Industrie gut an. Alleine, es ließ sich kaum bis gar nicht vermarkten.

Und so kam es, wie es kommen musste: 2007 geriet das Geschäftsmodell in Schieflage und wir musste uns um neue Einnahmequellen kümmern. Die ließen sich dank guter Kontakte und emsiger Akquise recht schnell erschließen, was vor allem das wirtschaftliche Gemengelage wieder ins Lot brachte.

Tja, und dann erreichte mich im Juli 2008 ein einschneidender Anruf, und der hatte wieder einmal mit Intel zu tun. Denn der damalige PR-Chef, den ich noch aus meiner Zeit in Feldkirchen kannte, rief an und wollte wissen, ob ich mir vorstellen könnte, für Intel zu (video-)bloggen, und das am besten auf Englisch. Ob ich mir das vorstellen könnte? Na, und wie. Und da das Event-Bloggen für die Software-Entwickler-Crew in München-Feldkirchen recht gut lief, entstand daraus mein erstes, großes, gut bezahltes Blogprojekt namens Software Dev Blog. Die Kontakte, die aus dieser Zeit stammen, nutze ich teilweise heute noch.

2009 war dann das Jahr, in dem Intel endlich mobil wurde, sprich Smartphones und Tablets für sich entdeckte, wenngleich alles noch mit angezogener Handbremse. Das war auch das Jahr, in dem mein IT-techBlog geboren wurde, und so hatte ich die Möglich- und Gelegenheit, die mobilen Aktivitäten von Intel dort abzubilden. Was mir auch gut gelang, inklusive eines großen Entwickler-Barcamps, das ich mit dem geschätzten Kollegen Florian „Flo“ Bergmann organisiert und durchgeführt habe. Ein weiterer Meilenstein auf meinem Bloggerweg.

Tja, und wenn es erst einmal läuft, dann lassen weitere interessante Projekte nicht lange auf sich warten. So wie das Videobloggen für Microsoft von der TechEd Europe 2010, auf der ich für zahlreiche Windows-Phone-Experten mit meiner Kamera interviewt und darre gebloggt habe. Oder wie die zwei Nokia-Events, auf denen ich über das Entwickeln mobiler Anwendungen mithilfe von Qt vom Barcamp Ruhr 4 berichtet habe.

Dann kam das Jahr 2011, das mir dank Google Alerts einen tollen Blogger-Kunden bescherte, für den ich noch heute schreiben und berichten darf. Dieser Kunde trägt denselben Nachnamen wie ich, was einen einfachen Grund hat: Er kommt geografisch betrachtet aus derselben Gegend wie mein Vater. Das bedeutet recht simpel, dass wir um drei bis vier Ecken verwandt sind. Und da ihm seine Google-Suche mit dem Schlagwort „hülskötter“ regelmäßig meine Online- und Blogartikel in die E-Mail-Inbox spülte, rief er eines Tages bei mir an und wollte wissen, ob ich gerne für ihn arbeiten möchte. Tja, und das tue ich bis heute noch, und das mit immer noch derselben Begeisterung wie vor fünf Jahren.

Und so kann ich heute nach über zehn Jahren des erfolgreichen Bloggens und weiterer toller Projekte (wie den Hightech Computing Blog für IBM und die Berichterstattung auf meinem IT-techBlog für TenAsys) mit Fug und Recht behaupten, dass ich meine Nische und meine Leidenschaft gefunden habe. Was kann man Besseres über das sagen, mit dem man sich fünf Tage und mehr pro Woche beschäftigt.

Happy Blogger-Birthday to you, du alter Glückspilz!