22 Okt

Von der Kunst und Lust, Themen und Geschichten zu (er)finden

Meine Haibike Pedellen am 4. August 2015

Uns Schreiberlinge und Blogger treibt immer ein Gedanke um:

Woher kommt meine nächste Geschichte?

Klar, in vielen Fällen liegt es auf der Hand, welcher Beitrag als nächstes online gehen soll: Sei es die News zum neuen iPhone oder eine kurze, schnelle Betrachtung eines interessanten Gadgets oder einfach nur ein nützlicher Workshop, wie man iPhone und Fritzbox mithilfe der richtigen App zum Telefonieren nutzt.

Darüber hinaus legen die eigenen Kunden die Themen fest, über die man schreiben darf. Sei es über die Digitalisierung der Anwaltsbranche oder über neue High-End-Systeme – der Auftraggeber bestimmt in vielen Fällen die Agenda und das Storytelling.

Doch was ist mit all den anderen Geschichten, die man auch gerne erzählen würde? Nun, das ist nicht immer ganz so einfach, denn oft fehlt es einfach am Mut oder an der Zeit oder an beidem, ein bestimmtes Thema in und mit der Öffentlichkeit zu diskutieren.

Denn ein selbst geschriebener Beitrag bedeutet immer, sich zu offenbaren, also das Innerste nach Außen zu kehren. Und das ist immer ein wenig mit Risiken verbunden.

Weiterlesen

13 Okt

Warum Springer einen auf Adblocker-Blocker macht

Mein lieber Kollege Matthias Lange macht es schon lange vor: jeden Tag eine Geschichte, die er auf seinem Blog verfasst, niederschreibt, erzählt. Denn das ist es schließlich, was wir Schreiberlinge einigermaßen gut beherrschen: Geschichten erzählen, und zwar am besten so, dass sie unterhalten, vielleicht nachdenklich machen und im besten Fall Nachahmer finden. Wenngleich der letzte Punkt objektiv betrachtet ein wenig anmaßend scheint.

Da ich – wie Matthias – auch gerne erzähle und ihn für sein konsequentes Tun schon seit längerem bewundere, ist heute der Entschluss in mir gereift, es dem Kollegen gleichzutun und jeden Tag meine Gedanken nach außen zu stülpen und hier aufzuschreiben. Für meine Leser, für mich, für alle, die mich kennen oder kennenlernen wollen.

BILD macht einen auf Adblocker-Blocker

Auf Facebook habe ich es entdeckt, also habe ich es dort auch gepostet: bild.de „begrüßt“ alle Lesewilligen, die die „redaktionellen“ Inhalte der Bild-Redaktion online abrufen wollen und gleichzeitig einen Adblocker nutzen, mit folgender Nachricht:

bild.de macht einen auf Adblocker-Blocker

Ja, ich gebe es zu, manchmal verirre ich mich auf bild.de, aber nicht um der ausgefeilten Berichterstattung wegen, sondern nur um einfach zu sehen, welche  Gemeinheiten sich die (Chef)Redaktion wieder ausgedacht hat und welche (politische) Sau gerade durchs Dorf getrieben wird.

Einen besonderen Spaß bereitet mir allerdings der Abgleich mit bildblog.de, wo regelmäßig besonders perfide „Nachrichten“ bis auf die letzte Zeile zerpflückt werden. Darin suhle ich mich, und mein Weltbild ist wieder gerade gerückt. Denn seien wir mal ganz ehrlich: die bei „Bild“ sind die Bösen, und wer sie liest, muss das auch sein…

Darum blockt bild.de Adblocker-Anwender

Die Frage, die sich an dieser Stelle allerdings stellt: Warum sperrt bild.de seine LeserInnen aus? Denn eigentlich konterkarieren bzw. torpedieren sie damit das eigene Geschäftsmodell. Nun, mit so einem Adblocker sieht man zwar die „Nachrichten“ auf bild.de, nicht aber die Reklame, die dort die Firmen dieser Welt schalten. Das ist natürlich dem Springer-Verlag ein Dorn im Auge, weil er dann weniger verdient. Und der Werbetreibende findet das auch nicht so richtig schick, wenn seine Botschaften von einem Stück Software unterdrückt werden. Was Springer wiederum auch nicht so schick findet.

Also hat man in Berlin beschlossen (wo die Springer-Zentrale sitzt):

Ab heute machen wir einen auf Adblocker-Blocker!

Na, wenn das mal gut geht. Aber jetzt ist zumindest Ruhe im Karton… äh, auf bild.de!