16 Nov

Wie ein Kirchenbesuch helfen kann, Trost zu finden

Kerzen in Gedenken an die Opfer von Paris

Freitag Nacht fand ich lange kein Schlaf, zu sehr beschäftigten mich die Anschläge von Paris bis weit in die Nacht. Denn ich hatte keine Antworten auf das, was ein paar Stunden zuvor passiert war.

Warum werden in blindem Hass Dutzende von Menschen erschossen? Warum gerade diese Menschen? Wann wird es wieder passieren und wo?

Alles Fragen, auf die es keine Antworten gibt, nicht geben kann. Aber eines war mir sofort klar: diesem Hass können und dürfen wir nicht mit neuem Hass begegnen. Denn Gewalt lässt sich niemals mit Gewalt beenden, Gewalt schürt immer nur neue Gewalt.

Woher aber kommen die anderen Antworten auf meine Fragen. Und da hatte meine Liebste für den Sonntag Vormittag eine wundervolle Idee: Wir gehen mal wieder zu „unserem“ Lieblingspfarrer in die St. Maximilian-Kirche. Denn dort finden wir vielleicht die passenden Antworten – oder zumindest ein wenig Trost.

Nun ist es nicht so, dass ich glühender Anhänger der katholischen Kirche bin. Eher im Gegenteil, daher bin ich schon vor vielen, vielen Jahren ausgetreten, und das nicht nur aus Gründen, die monetärer Natur waren. Denn vieles von dem, was aus Rom kommt und wofür die katholische Kirche seit Hunderten von Jahren steht, entspricht nicht meinem Weltbild von Humanismus und Verständnis für die Nöte der Menschen.

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