19 Dez

Darum sind Gregor Meyle-Konzerte Musikerlebnis pur

Gregor Meyle - Konzert München

Letze Woche war ich mit meinem Schätzchen bei Gregor Meyle, diesem tollen Sänger und Liedermacher. Seine Musik mag ich schon seit ein paar Jahren und habe auch schon das ein oder andere Stück selber gespielt. Auf seine Konzert hatte ich es allerdings bisher noch nicht geschafft. Und ich muss sagen: Leider!

Denn was dieser Kerl auf die Bühne zaubert, ist Musikerlebnis pur. Das beginnt mit seiner Stimme, die kraftvoll und sanft zugleich ist und endet mit den Musikern, die er um sich schart. Alleine wegen denen würde sich ein Konzertbesuch lohnen, aber alle gemeinsam auf der Bühne sind ein wahres Feuerwerk. Dazu trägt auch die großartige Sängerin Laura Ballon ihren Teil bei, die zwar meist die Backvocals singt, aber zwischendurch immer wieder zeigen darf, mit welch großer Stimme sie ausgestattet ist.

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28 Jun

Warum Konstantin Wecker immer noch Konstantin Wecker ist

Konstantin Wecker, 2009

By Manfred Werner – Tsui (Own work) via Wikimedia Commons

Dreieinhalb Stunden! Das waren 210 Minuten abzüglich einer kurzen Pause, die sich Konstantin Wecker am vorgestrigen Freitag Abend auf dem  Tollwood-Festival für sein Münchner Konzert im Rahmen seiner 40-Jahre-Bühnentournee Zeit genommen hat. Es war wie immer großartig! Und es war wie immer Konstantin Wecker pur!

Denn diese 210 Minuten waren vollgepackt mit echter Leidenschaft, mit ganz viel Rückblick auf die eigene Karriere, mit viel Selbstreflektiertem und auch einer großen Portion Selbstironie. Beispielsweise dann, wenn er über seine Kokain-Sünden sprach. Oder über seine Pelzmantelphase, für die er sich wohl ein klein wenig schämt im Nachhinein. Und die man ihm (verständlicherweise) damals „ein wenig“ krumm genommen hat.

Und doch: Er war und ist Konstantin Wecker. Ein leibhaftiger Musiker, ein leibhaftiger Mann, der sicherlich im Laufe der Jahre ein wenig demütiger, ein wenig zärtlicher, aber niemals weniger (selbst)bewusst geworden ist. Der sich immer noch um die Geschicke der Welt Gedanken und Sorgen macht, wie man das auf seiner Facebook-Seite nachlesen und immer noch in seinen Liedern nachhören kann.

Und genau das macht Konstantin Wecker so besonders unter den deutschen Liedermachern. Dass er sich immer noch einsetzt für die Schwachen und Unterdrückten in der Gesellschaft, dass er immer noch (bzw. wieder) auf Demos singt, um der Welt vielleicht ein bisschen von seinem Glück wiederzugeben, das ihm während seines bislang 68-jährigen Lebens widerfahren ist. Trotz Knast, Kokain-Entzug, finanziellen Abstürzen und gescheiteter Ehen. Denn er ist immer noch: Konstantin Wecker.

Und so empfand ich die 210 Minuten im großen Arenazelt auf dem Tollwood-Gelände am lauen Freitag Abend nicht nur als wunderbares und fantastisches Wiedersehen mit einem großartigen Musiker und Poeten, sondern auch als eine authentische Zeitreise, auf die uns Konstantin Wecker eingeladen und mitgenommen hat. Inklusive „Willi“, „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist“ und all den berührenden und klugen Liedern, die er im Laufe der letzen 40 Jahre geschrieben und komponiert hat. Danke, Konstantin!

Ach ja: Da ich in Ermangelung des passenden Equipements weder Fotos gemacht noch Videos gedreht habe, folgt an dieser Stelle zumindest der Live-Mitschnitt, in dem sich Konstantin Wecker „hautnah“ seinen Fans präsentiert…