23 Okt

Von meiner neuen Lust, Lieder zu erzählen

Michael Hülskötter als Gitarrenspieler

Seit fast 35 Jahren, also seit 420 Monaten oder 1.820 Wochen oder etwa 12.775 Tagen, mache ich Musik. Und das immer noch so gerne wie einst im Januar 1981, als ich die ersten Gitarrengriffe lernen und üben durfte.

Nein, eigentlich stimmt das so nicht, denn meine Lust, Geschichten mit Gitarre und Stimme zu erzählen, ist seit Anfang diesen Jahres noch ein bisschen größer geworden. Der Grund hierfür ist schnell erzählt: Seit Januar gehe ich regelmäßig zum Gesangsunterricht, und das mit zunehmender Begeisterung. Denn ich wollte meinen Gesang, der sich nie so richtig „richtig“ angefühlt hat, auf eine neue Stufe hieven. Und das ist gelungen, in der Tat.

Denn mit dem Üben der eigenen Stimme geht mit dem Singen eine neue Selbstverständlichkeit einher, die ich so noch nicht kannte. Lieder, die vorher so „là-là“ klangen, fühlen sich auf einmal kraftvoll und nach Musikstück an. Auf einmal spüre ich, was der Schreiberling des Textes und der Melodie sagen wollte. Und ich spüre zum ersten Mal, was rein gesangtechnisch in mit steckt. Und das ist ein verdammt gutes Gefühl.

Und so sitze ich wieder fast täglich mit meiner wundervollen Hanika-Gitarre auf meiner Lieblingscouch und spiele und übe die schönsten Musikstücke, die man „für mich“ geschrieben hat. Da erzähle ich Geschichten von Menschen, die perfekt zusammen passen („Rose of my Heart“), von Träumen, die geträumt werden wollen („Dream a little dream of me“), von wundervollen Liebeserklärungen („Liebeslied im alten Stil“) und viele andere Stücke mehr.

Und jedes ist mir ans Herz gewachsen oder ist gerade dabei. Danke, Musik, dass es dich gibt!