20 Jun

Warum mir Musik so viel bedeutet

Von der Kunst, seine Angst wegzusingen

Kürzlich habe ich den wundervollen Film „One Chance“ mit James Cordon gesehen und mich direkt in diesen Streifen verliebt. Er handelt von Paul Potts, einem Handyverkäufer aus einem kleinen Kaff in Südwales, der den Traum seiner Träume verwirklicht. Er will Opern singen und wird schließlich in einer Talentshow entdeckt.

„One Chance“ ist sicherlich kein Meilenstein der Kinogeschichte, aber er weist so viele berührende und fantastische Momente auf, dass ich nicht nur einmal einen fetten Kloß im Hals spürte und Tränen von meinen Wangen liefen. Da wurde mir wieder einmal klar, welchen Stellenwert Musik in meinem Leben einnimmt – und immer einnehmen wird. Überraschend dabei ist allerdings die Erkenntnis, wie nah mir „Nessun Dorma“ und andere Opernstücke gehen.

Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass ich mich selbst über Musik ausdrücke, indem ich Gitarre spiele, dazu leidlich singe und schon den ein oder anderen Text geschrieben habe. In diesen Momenten bin ich mir selbst ganz nah und kann alles um mich herum vergessen. Das ist meine ganz persönliche Seelenmassage, und ich bin so dankbar, dass mir diese Möglichkeit zur Verfügung steht.

Doch es ist nicht nur meine eigene Musik, sondern auch die anderer Musiker, die mein Herz berühren, die mich immer wieder begeistern ob ihres Talents, ihrer Gabe, andere mit ihrem Gesang zu berühren. Und sei es nur für die Dauer eines Liedes. So wie diese vielen hochbegabten Menschen, die jeden Tag auf YouTube und anderswo auftauchen. Da sitze ich dann vor dem Rechner, lausche ihrem Vortrag und denke nur: „Wow! Wow für so viel Gnade, mit diesem Talent gesegnet zu sein. Und dass sie so viel daraus machen“.