14 Okt

Wie man elegant seinen Keller entrümpelt

Fotografieren, auf eBay Kleinanzeigen stellen, und weg ist die nicht mehr benötigte GarderobeAlle, die gerade umgezogen sind oder dies in nächster Zeit vorhaben, werden sich mit dem Thema vielleicht schon befasst haben: Wie werde ich auf elegantem Weg meine überflüssigen Dinge los? Das ist vor allem dann äußerst relevant, wenn zwei Haushalte zusammengelegt werden. Dann wird es nämlich so richtig voll – und sehr redundant, also doppelt.

Was also tun in solch einer Situation? Nun, sieht man sich die „marktüblichen“ Möglichkeiten an, kommen diverse Varianten und Variationen für die häusliche Entrümpelungsaktion infrage. Dies wären im Einzelnen (die folgende Liste ist sicherlich unvollständig und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Verschenken: So verbessert man seinen Karmapunkte-Kontostand

Wenn man als edler Spender, also quasi als Robin der eigenen Hood, gefeiert werden will, gibt es einen äußerst wirksamen Weg, seine nicht mehr benötigten Haushalts- und sonstigen Dinge loszuwerden: Man packt alles in eine große Kiste, versieht diese mit einem Zettel „Zu verschenken“ und stellt alles auf den Bürgersteig. Was soll ich sagen: Es funktioniert sehr gut, und es ist so befriedigend, seine Schätze in die Obhut fremder Hände zu übertragen. Und es gibt offenkundig immer Leute, die Bedarf an gebrauchten Dingen des Alltags haben.

Verschenken geht in Zeiten von Facebook und Co. allerdings auch digital, sprich über eigens hierfür eingerichtete Gruppen und Foren, in denen man seine zu verschenkenden Habseligkeiten per Fotografie einstellt und dort feilbietet. Auch das funktioniert prima, vorausgesetzt, man wohnt in einer Großstadt wie München. Denn die Geschenke sollten möglichst abholbar sein. Ansonsten ist der Aufwand für Verpacken, Versand, etc. doch recht hoch.

Spenden: Caritas und Co. freuen sich über Sachspenden – zumindest bedingt

In Zeiten von enormen Flüchtlingsströmen kommen Caritas & Co. teilweise mit dem Sortieren und Katalogisieren von Sachspenden gar nicht mehr hinterher, so groß ist die Spendenbereitschaft vieler Menschen. Das ist toll, hemmt aber auch schon mal das eigene Vorhaben, nützliche und gut erhaltene Gegenstände zu einem guten Zwecken weiterzugeben.

Dazu gehören vor allem Klamotten, aber auch Hygieneartikel und solche Sachen, an denen ein großer Bedarf besteht. Falls man also vorhat, sein Hab und Gut einem wohltätigen Verein zur Verfügung zu stellen, sollte man auf jeden Fall vorher anrufen, ob aktuell überhaupt etwas benötigt wird.

Verkaufen: eBay Kleinanzeigen und Co. machen es möglich

Zugegeben, seine nicht mehr benötigen Dinge des Alltags zu verkaufen, hat auch seinen Reiz und seine Berechtigung, erfordert allerdings einiges an Vor- und Nacharbeit. Dazu zählt eine halbwegs vernünftige Fotografie der Gegenstände, das Einstellen des Ganzen auf eBay Kleinanzeigen und Co., das Verpacken der kostbaren Fracht und der Transport zur nächst gelegenen Poststation. Dafür fließt allerdings ein wenig Geld in die Haushaltskasse. Am besten legt man bei eBay Kleinanzeigen das Abholen der Gegenstände als einzige Option fest, das reduziert den nachträglichen Aufwand enorm.

Daneben steht mit Flohmärkten und ähnlichen Veranstaltungen auch eine analoge Variante des Hausratverkaufs zur Wahl. Das ist allerdings nicht ganz unaufwändig, zudem ist es zeitlich begrenzt, da nicht jedes Wochenende Flohmärkte stattfinden und zudem das Wetter halbwegs mitspielen muss. Aber es ist sehr befriedigend, seine CDs, Platten, elektronischen Geräte und mehr durch Feilschen und Verkaufen loszuwerden. Und lukrativ ist es je nach Flohmarkt und Käuferschar auch.

Entsorgen: Die wohl am wenigsten erstrebenswerte Option

Leider gibt es in Zeiten wie diesen einen großen Hang zur Entsorgung seiner Habseligkeiten mithilfe hierfür geeigneter Einrichtungen. Die Rede ist von Wertstoffhöfen und ähnlichen Angeboten, die große Container aufstellen, in denen all das auf Nimmerwiedersehen verschwindet, was vermeintlich nicht mehr benötigt wird.

Klar, es scheint ja auch so einfach und mit wenig Aufwand verknüpft, seinen Keller ins Auto zu laden und in die großen städtischen Müllbehälter zu kippen. Schön, nein schön ist es allerdings nicht, wenn man sich viele Gegenstände anschaut, die dort ihren letzen Frieden finden. Dann sollte man doch lieber über die ersten drei Optionen nachdenken.